Zuckerbelastungstest

Ca. 3-8% aller schwangeren Frauen entwickeln erstmalig in der Schwangerschaft einen Diabetes,
der nach der Entbindung wieder verschwindet.
Nur ca. jede 10 Patientin wird anhand der regulären Urinuntersuchung in Deutschland erkannt!

Für die werdende Mutter bedeutet dies:

  • erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfekte
  • häufiger Entwicklung eines Bluthochdrucks und Komplikationen daraus
  • häufiger Geburtskomplikationen durch schwere Kinder
  • nach der Entbindung Entwicklung eines Typ II Diabetes (nach 10 Jahren haben 30% dieser Frauen einen Typ II Diabetes)

für das Kind bedeutet dies:

  • höheres Geburtsgewicht
  • hohe Fruchwassermenge
  • höhere Rate an Frühgeburten
  • nach der Entbindung zu starkes Absinken des Blutzuckers und Atemstörungen
  • vermehrt Neugeborenengelbsucht
  • höheres Risiko für Diabetes mellitus und Fettsucht (Adipositas)

Mit der Urinuntersuchung wird dieser Schwangerschaftszucker (Gestationsdiabetes) nicht erkannt.
Daher bieten wir Ihnen in der 24-28. SSW einen Zuckerbelastungstest (OGTT) an.

Sollte sich bei Ihnen ein Verdacht auf Gestationsdiabetes ergeben, werden wir Sie zu einer Internischen Diabetologin/Diabetologen weiterleiten um eine Optimale Blutzuckereinstellung zu erreichen.

Sollten Sie stark übergewichtig sein (BMI >30), in einer Schwangerschaft bereits einen Gestationsdiabetes gehabt haben oder ein Kind über 4000g geboren haben übernimmt ihre Kasse diesen Test.

In allen anderen Fällen müssen Sie die Kosten selber tragen.

Diese Untersuchung wird von Berufsverband der Frauenärzte, der Kinderärzte und Internistischen Diabetologen befürwortet.