Mutterschaftsvorsorge

Wir werden Sie in Ihrer Schwangerschaft bis zur Entbindung begleiten und möchten Sie bis dahin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.

Damit Sie sich besser orientieren können, erklären wir Ihnen im Folgenden kurz den Ablauf der normalen Vorsorgeuntersuchungen unserer Praxis:

Nach Feststellung einer sicher intakten Schwangerschaft in der 7-12.Schwangerschaftswoche (Nachweis von Herzaktionen) wird der Mutterpass angelegt. Hierfür erfolgt eine Blutentnahme zur Bestimmung der Blutgruppe, Überprüfung der Rötelnimmunität, Antikörper-Suchtest und Ausschluss wichtiger ansteckender Infektionen wie Lues, Chlamydien und HIV (auf Wunsch).

Dann wird der voraussichtliche Entbindungstermin festegelegt. Sie werden über die Möglichkeiten, Risiken und Grenzen der vorgeburtlichen Diagnostik wie First Trimester Screening ("Nackenfaltenmessung" 12.-14.SSW), Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese 16.SSW) und spezielle Organultraschaluntersuchungen (20.-21.SSW) aufgeklärt.

Übergewichtigen Schwangeren Frauen und Schwangeren mir erhöhtem Blutdruck bieten wir zur Abschätzung Ihres Praeeklampsie- und Eklampsierisikos neben speziellen Blutuntersuchungen auch Augenhintergrunduntersuchungen an. Dazu fotographieren wir Ihren Augenhintergrund am  Beginn und bei auftretenden Beschwerden und schicken die Fotos per Telemedizin an die Universitätsklinik Erlangen, Professor Michelson um Frühzeichen einer Prae/Eklampsie rechtzeitig erkennen zu können (Talking eyes).

Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an.

Im Rahmen der Schwangerenvorsorge sind viele Untersuchungen möglich, aber nur wenige wirklich notwendig.

Sinnvoll ist die zusätzliche Untersuchung auf Toxoplasmose , des TSH um eine Schilddrüsenunter- oder überfunktion auszuschließen und Bestimmung Ihres Vitamin D-Status sowie ein Abstrich auf ß -hämolysierende Streptokokken in der 36-37. Schwangerschaftwoche.

Diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Das Ziel, die Häufigkeit des Schwangerschaftsdiabetes zu reduzieren, kann erreicht werden, wenn frühzeitig zu Beginn der kindlichen Insulinproduktion in der 19-21. Schwangerschaftswoche, ein Zuckerbelastungstest mit 75 g Glucose und gleichzeitiger Unsulinbestimmung veranlaßt wird.

Die Durchführung der gesetzlichen 50g Belastungsteste OHNE Insulinbestimmung ist nach den vorliegenden Daten zu spät und ohne Inslulinbestimmung ineffektiv.

Für

-Frauen mit Kinderwunsch und deren Partner

-Frauen 35+

-Frauen in den ersten 3 Minaten der Schwangerschaft

bieten wir einen Mundgesundheitstest an.

Dieser Test wird in der Praxis durchgeführt und dauert 10 min.

Hintergrund:

Wissenschaftliche Untersuchungen heben gezeigt, daß Entzündungen von Zahnfleich und Zahnhalteapparat den Zeitraum bis zum Eintreten einer Schwangerschaft um 42% verlängern können.

Bei Männern können die durch Parodontitis in Hoden gefundenen Mundbakterien die spermienproduktion und deren Beweglichkeit beeinträchtigen.

Auch Komplikationen wie Frühgeburtsneigung treten bei Frauen mit Parodontitis vermehrt auf!

Unsere Ernährungsberaterin Frau Nicole Raschke bietet Ihnen Beratungstermine zur Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit als Einzelberatung an oder in Gruppen an.
Anmeldungen für alle Termine und  Kurse bei unseren Arzthelferinnen.

Von nun an werden Sie bis zur 33. SSW in 4-wöchigen Abständen untersucht, danach bis zum Geburtstermin alle 2 Wochen unter Beachtung von Gewichtszunahme Blutdruck, Urin, Muttermundbeschaffenheit, Kindsbewegungen und evtl. CTG (Aufzeichnung von kindlichen Herztönen und Wehen)

Ultraschalluntersuchungen sind im Rahmen der Vorsorge 3x vorgesehen, und zwar in der 9-12., 19.-22. und 29.-32. SSW. Dies hat sich seit Jahren bewährt und ist bei einer unkomplizierten Schwangerschaft auch völlig ausreichend.
Sollten Sie bei den Ultaschalluntersuchungen ein Bild für Ihre Unterlagen haben wollen, sagen Sie dies bitte bei der Unteruschung. Wir berechnen Ihnen 1 Euro pro Bild.

Die ersten Kindsbewegungen sind etwa ab der 19/20. SSW zu spüren, so dass auch das Kontrollbedürfnis langsam nachlässt und die Wahrnehmung und das Vertrauen in die Schwangerschaft wächst.

Sollten Sie außerhalb dieser Zeiten einen ausführlichen Ultraschall wünschen, so bitten wir Sie, mit den Arzthelferinnen dafür einen gesonderten Termin zu vereinbaren.

Zusätzlich bieten wir Ihnen die Betreuung durch unsere Hebammen an.

Hier können Sie sich ausführlich über Geburtsvorbereitung, Gymnastik, Wahl der Geburtsklinik und Wochenbettbetreuung informieren. 

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei unseren Arzthelferinnen.
Frau Ute Frohwitter

Ab der 35. SSW besteht die Möglichkeit eine geburtsvorbereitende Akupunktur in Anspruch zu nehmen: Dadurch kommt es zu einer deutlich verkürzten Eröffnungsperiode (Zeit bis zur vollständigen Öffnung des Muttermundes) sowie geringerem Einsatz von Wehenmitteln unter der Geburt.
Sollte ihr Kind in der 33-35.SSW noch in Beckenendlage liegen, kann mit Akupunktur eine Wendung versucht werden.

Alle Bremer Geburtskliniken bieten übrigens Kreißsaalführungen an, an denen Sie unverbindlich teilnehmen können.

Sollten Sie bis zum errechneten Geburtstermin nicht entbunden haben, werden wir Sie in 2-tägigen Abständen weiter betreuen. Spätestens nach 14 Tagen werden wir Sie dann aber zur Geburtseinleitung in die Klinik einweisen.

Wir wünschen Ihnen eine unkomplizierte und erfüllte Schwangerschaft!