Die Bestimmung von Wasserhaushalt und Ernährungsstatus

Die Impedanzmessung bei den zwei Frequenzen 5 und 200 kHz erlaubt die Bestimmung der Flüssigkeitsverteilung zwischen dem intra- und dem extrazellulären Raum.

Forscher konnten nachweisen, dass ein Stromplus von 5 kHz nicht in der Lage ist, die Zellmembranen zu durchdringen. Dieses elektrische Signal wird daher durch die Flüssigkeit, in die das Zellmaterial eingebettet ist, weitergeleitet.

Bei 200 kHz werden Zellmembranen vollständig durchdrungen und die Leitung des Stroms erfolgt auch durch den Flüssigkeitsanteil in den Zellen.

Subtrahiert man den extrazellulären Flüssigkeitsanteil (bestimmt bei 5 kHz) von der gesamten Flüssigkeitsmenge des Körpers (gemessen bei 200 kHz), so entspricht die Differenz dem Flüssigkeitsanteil im Zellinneren.

Die Verteilung von intra- und extrazellulärem Wasseranteil, angegeben im so genannten Ernährungsindex (NI, Nutrition Index), liefert wichtige Informationen über den Ernährungsstatus. Besonders bei schwerkranken Personen und Patienten unter künstlicher Ernährung können Gewichtszunahme oder gleich bleibender BMI sowohl durch eine Vermehrung der Zellmasse (d.h. durch Aufbau und Bindung von hochwertigen Proteinen - Anstieg des IZW) als auch durch Einlagerung von Flüssigkeiten in den extrazellären Raum (Ödembildung) verursacht werden. Eine Überwachung der Verteilung oder der Verschiebung von Flüssigkeiten zwischen intra- und extrazellulärem Raum erlaubt daher Aussagen über den körperlichen Zustand dieser Patientengruppe unter dem Einfluss eines bestimmten Ernährungsregimes.